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Bedienungsanleitung

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Fehlerbehebung

Praktische Tipps zur Lösung der häufigsten Probleme mit Elektra Beckum MIG 160.

Randkerbe (Undercut) an der Schweißnaht quality

Ursache: Elektrode wurde zu schnell aus dem Schmelzbad entfernt, Schweißstrom zu hoch, Arbeitswinkel der Elektrode zu steil oder Lichtbogen zu lang

Lösung

Elektrode langsamer aus dem Schmelzbad führen, Schweißstrom reduzieren, korrekten Arbeitswinkel (70°-80°) einhalten und Lichtbogenlänge auf das 1- bis 1,5-fache des Elektrodendurchmessers begrenzen

Schlackeneinschluss in der Schweißnaht quality

Ursache: Schweißstrom zu niedrig, Schweißgeschwindigkeit zu hoch oder Schweißen über Schlacke bei Mehrlagenschweißungen

Lösung

Schweißstrom erhöhen, Schweißgeschwindigkeit verringern und Schlacke vor dem Schweißen der nächsten Lage entfernen

Gaseinschluss in der Schweißnaht quality

Ursache: Arbeitsfläche nicht sauber (Rost, Fett, Farbe), Lichtbogen zu lang oder basisch umhüllte Elektroden nicht ausreichend getrocknet

Lösung

Werkstückoberfläche reinigen, korrekte Lichtbogenlänge einhalten und Elektroden ausreichend trocknen

Endkraterrisse am Nahtende quality

Ursache: Erhöhtes Risiko von Schwundrissen, besonders bei hohen Schweißströmen, wenn die Elektrode einfach abgehoben oder weggezogen wird

Lösung

Elektrode am Ende der Naht kurz halten und dann in einem Bogen über die gerade gelegte Naht abheben, nicht einfach abziehen

Nahtwurzelrisse (Weld Toe Cracks) quality

Ursache: Material empfindlich gegenüber den Schweißbedingungen oder Naht zu schnell nach dem Schweißen abgekühlt

Lösung

Naht langsam an der Umgebungsluft abkühlen lassen, nicht abschrecken

Wurzelfehler in der Schweißnaht quality

Ursache: Schlacke gelangt in den Wurzelbereich, da der Abstand zwischen den Werkstücken zu groß ist

Lösung

Korrekten Wurzelspalt von 2-3 mm zwischen den Werkstücken einhalten

Ungenügende Durchschweißung quality

Ursache: Zu niedrige Arbeitsspannung durch falsche (zu lange oder zu kurze) Lichtbogenlänge

Lösung

Lichtbogenlänge korrekt auf das 1- bis 1,5-fache des Elektrodendurchmessers einstellen

Poröse Schweißnaht mit hohem Spritzerverlust quality

Ursache: Lichtbogen zu lang, wodurch das Grundmaterial nicht ausreichend geschmolzen wird und Luft mit Wasserstoff und Stickstoff ins Schmelzbad gelangen kann

Lösung

Korrekte Lichtbogenlänge (1- bis 1,5-facher Elektrodendurchmesser) einhalten

Poröse, schwache Schweißnaht durch falschen Arbeitswinkel quality

Ursache: Arbeitswinkel der Elektrode zu steil (über 80°, Schlacke läuft unter das Schmelzbad) oder zu flach (unter 70°, Lichtbogen spritzt)

Lösung

Arbeitswinkel zwischen 70° und 80° zur Schweißrichtung einhalten

Häufig gestellte Fragen

Die häufigsten Fragen zum Elektra Beckum MIG 160.

Elektrodendurchmesser und Schweißstrom sollten gemäß Tabelle 1 im Handbuch gewählt werden. Es wird empfohlen, vorab Probeschweißungen an Reststücken durchzuführen.

Der Lichtbogen sollte das 1- bis 1,5-fache des Elektrodendurchmessers lang sein. Ein zu kurzer oder zu langer Lichtbogen führt zu Veränderungen von Schweißstrom und Arbeitsspannung und damit zu einer schlechten Schweißnaht.

Die Elektrode sollte in einem Winkel von 70° bis 80° zur Schweißrichtung geneigt sein. Ein zu steiler Winkel (über 80°) lässt Schlacke unter das Schmelzbad laufen, ein zu flacher Winkel (unter 70°) verursacht Spritzer und eine poröse, schwache Naht.

Die Elektrode sollte am Ende der Naht kurz gehalten und dann in einem Bogen über die gerade gelegte Naht abgehoben werden. Ein einfaches Abheben oder Wegziehen erzeugt poröse Endkrater, die die Naht schwächen.

Die Schlacke sollte erst entfernt werden, nachdem sie abgekühlt ist und nicht mehr glüht.

Die Naht sollte langsam an der Umgebungsluft abkühlen. Ein Abschrecken sollte vermieden werden, da dies zu Wurzelrissen führen kann, besonders bei empfindlichen Materialien.

Bei Stumpfnähten sollten die Werkstückkanten auf ca. 30° abgeschrägt werden, was einen Nutwinkel von 60° ergibt. Der Wurzelspalt zwischen den beiden Werkstücken sollte 2-3 mm betragen.

Die Erdungsklemme sollte so nah wie möglich an der Schweißstelle angebracht werden, auf einer sauberen Werkstückoberfläche für eine gute Leitfähigkeit. Strukturelle Bauteile wie Träger, Rohre oder Schienen sollten nicht zur Erdung verwendet werden, wenn sie nicht das eigentliche Werkstück sind.

Zum Anschluss der Schweißkabel an die Schweißstromquelle wird ein Ringkabelschuh verwendet. Zum Verbinden bzw. Verlängern von Schweißkabeln werden diese verlötet, gecrimpt oder geklemmt und die Schraubverbindung mit einer Gummitülle oder Schrumpfschlauch isoliert.

Der Elektrodenhalter ist vollständig isoliert (Griff, Federhebel, isolierte Backen). Beschädigte Isolierteile müssen sofort ersetzt werden.

Hilfe

Hast du Fragen zur Schweißgerät MIG 160 von Elektra Beckum? Stelle sie direkt unserem Experten! Du erhältst Informationen, praktische Tipps und maßgeschneiderte Lösungen in nur wenigen Sekunden.

Unten finden Sie Bedienungsanleitungen für Schweißgerät, die ähnlich wie MIG 160 sind. Versuchen Sie auch, alle Elektra Beckum Schweißgerät Bedienungsanleitungen anzusehen

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